Rezepte

Hier findest Du einige Rezepte aus den Büchern der Trilogie und weitere schottische Köstlichkeiten – ein Genuß für den Gaumen, probiert es aus!

 

Samanthas „Schinken-Ketchup-Spiegelei-Brot“

(wenn es mal schnell gehen muss oder nichts mehr im Kühlscharank ist – KAPITEL 22, Vanoras Fluch)

Mit unserer Hand voll Zutaten und keiner rechten Idee, was wir damit anfangen sollten, standen wir nun am Küchentisch.
„Wie wäre es mit Schinken-Ketchup-Spiegelei-Brot?“, schlug ich ohne sonderliche Begeisterung vor.
Ashley zog die Nase kraus, doch sie nickte und holte eine Pfanne.
„Aber heute Abend lassen wir uns was vom Chinesen kommen, okay?“
„Klingt gut. Oder wir gehen einkaufen.“
„Ich will lieber noch etwas an den Strand. Aber wir können uns doch heute was kommen lassen, und dafür gehen wir gleich morgen früh.“
Während Ashley das Ei in die Pfanne schlug, bestrich ich die Brotscheiben mit Ketchup, belegte sie mit Schinken und entschied mich dann, dass noch eine Lage Ketchup dem ganzen Arrangement nicht schaden könne. Nun musste nur noch das Ei drauf – fertig!
„Gut. Was macht das Ei?“
„Kommt schon.“
Ashley ließ das heiße Ei direkt aus der Pfanne auf das vorbereitete Brot gleiten. Nach dem ersten Bissen hatte ich mir zwar wieder einmal den Mund verbrannt, musste aber zugeben, dass unser Resteessen nicht so übel war wie erwartet…

Das Rezept:

  • 2 Scheiben Brot / Weissbrot
  • 2 Eier
  • 2 Scheiben gekochter Schinken
  • Ketchup
  • Salz, Pfeffer

Die Brote dünn mit Ketchup bestreichen, mit je einer Scheibe Schinken belegen. In einer Pfanne zwei Spiegeleier braten, mit Salz und Pfeffer würzen. Auf die Brote legen, nochmal dünn mit Ketchup bestreichen. Fertig!

Gfx

 

 Seans „Mince & Tatties“

(Kapitel 6, Im Schatten der Schwestern)

Allerdings waren die Ledersessel, in denen wir vor dem Feuer saßen, sehr gemütlich. Sean hatte für uns Mince und Tatties gekocht, was sehr lecker schmeckte, obwohl die Hauptbestandteile dieses einfachen Gerichtes nur Hackfleisch und Kartoffeln waren.

Gerade machte sich eine wohlige Gemütlichkeit in mir breit, als Payton in die angenehme Stille hinein tief seufzte. Ich wusste, was nun kommen würde. Er wollte es hinter sich bringen und mich in sein dunkles Geheimnis einweihen…

Das Rezept:

  • 1 Kilo Rinderhackfleisch (gute Qualität!)
  • 3 bis 4 große, frische Karotten
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • Einige Schuß Öl
  • ca. 1 Liter Rinderbrühe
  • 2-3 EL Hafermehl
  • Salz, Pfeffer
  • ca. 1 Kilo mehligkochende Kartoffeln
  • ca. 300 ml Milch
  • 2 Butter (a 250 Gramm)
  • etwas Tabascosoße
  • etwas Knoblauch

Die Kartoffeln schälen, in Salzwasser kochen bis diese sehr weich sind und fast zerfallen.  Das Hackflisch in Öl scharf anbraten, geschnittene Karotten und gewürfelte Zwiebel dazugeben (das Gemüse darf ruhig etwas „grober“ geschnitten werden), ordentlich mit Salz, Pfeffer und Tabascosoße würzen.  Das Hafermehl einrühren. Mit der Rinderbrühe aufgießen. Ca. 20 Minuten bei mittlerer Hitze einkochen lassen.  Kartoffeln abgießen und mit Butter, Milch und ein paar Prisen Salz vermengen und anschließend zerstampfen.  Das Hackfleisch nochmal abschmecken, nach Belieben Knoblauch zugeben.

Die zerstampften Kartoffeln auf einem Teller anrichten, in die Mitte eine Mulde drücken und die Hackfleischs0ße darübergeben. Dazu passt dunkles, herbes Bier.

 

Gfx

Alisons „Black Bun“

(Kapitel 7, Im Schatten der Schwestern)

Am nächsten Nachmittag saßen wir wie alte Freunde in dem winzigen Häuschen der Learys beisammen. Alison und Roy, meine Pflegeeltern während des Schüleraustausches im Sommer, freuten sich über meinen unerwarteten Besuch, und, noch ehe wir erklärt hatten, was der Grund dafür war, fanden wir uns an einem hübsch gedeckten Tisch mit Tee und leckerem Fruchtkuchen namens Black Bun wieder. Das wunderschöne Porzellan und die zartbestickten Leinen Servietten sahen aus, als wären sie sehr alt. Als Alison meinen bewundernden Blick bemerkte, erklärte sie mit Stolz: „Erbstücke. Eigentlich sollte ich sie nicht verwenden, aber dann denke ich wieder, welche Verschwendung es wäre, sie im Schrank verstauben zu lassen.

 Das Rezept:

  •  ca. 400 g Mehl
  • 200 g Butter
  • 1-2 EL Zucker
  • 2 Eigelb
  • ca. 50 ml kaltes Wasser
  • ca. 700 g Rosinen, Hälfte davon kleingehackt
  • 100 g Zitronat und Orangeat
  • 100 g gehackte Mandeln / oder Haselnüsse
  • ca. 180 g Zucker
  • ca. 50 ml Whisky (natürlich schottischer, wer will und es verträgt, kann auch mehr nehmen!)
  • 1 TL gemahlener Ingwer
  • 1 TL  Zimt
  • 100 g Mehl
  • eine Messerspitze Natron
  • ca. 150 ml Buttermilch (zur Not auch Milch)
  • 1 Ei & 1 Eigelb, verquirlt
  • 1 Eiweiß, locker geschlagen
  • Hagelzucker zum Verzieren

Den Backofen auf 180°C vorheizen (Umluft). Eine längliche Kuchenform mit Öl ausstreichen. Mehl,  Butter und Zucker in eine Schüssel geben. Kräftig mit dem Mixer verrühren, bis die Mischung „steuselkonsistenz“ hat. Das Eigelb und Wasser dazugeben und verrühren, bis der Teig weich und geschmeidig wird. Für ca. 30 Min. in den Kühlschrank stellen.
Trockenfrüchte, Zitronat / Orangeat, Mandeln, Zucker, Gewürze und Whisky in einer großen Schüssel verrühren. Das Mehl und das Natron zugeben, Ei und Eigelb hinzufügen. Gut vermengen. Ca. zwei Drittel des Teiges ausrollen. Boden und Seiten der Kuchenform damit auslegen. Den Rand etwas überstehen lassen, Fruchtmischung einfüllen, glattstreichen.
Den restlichen Teig zu einem Deckel für den Kuchen ausrollen. Teigrand in der Form sowie die Fruchtfüllung mit dem geschlagenem Eiweiß bestreichen.
Den Deckel auf die Füllung legen, vorsichtig andrücken, die Ränder zusammenpressen und überstehenden Teig abschneiden. Oberseite des Kuchens mit dem restlichen Eiweiß bestreichen, mit Hagelzucker bestreuen.
Ca. 60 Minuten backen. Anschließend Backtemperatur auf 160°C senken und weitere 90 Minuten backen. In der Form abkühlen lassen (übrigens: der Black Bun hält sich bis zu einem Jahr…)